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Der Nintendo Präsident über die Risiken in der Unterhaltungsindustrie und der Möglichkeit, keine Heimkonsolen mehr zu entwickeln

Der Präsident von Nintendo kann nicht in die Zukunft sehen, erwägt aber verschiedene Möglichkeiten, wie diese aussehen könnte.

Nintendo Präsident Shuntaro Furukawa hat in einem kürzlich veröffentlichten Nikkei-Interview seine Sicht auf Dinge wie Risiken der Branche oder den Zwang dazu, weiterhin innovativ zu sein erklärt.

Hier die Übersetzung der kurzen Diskussion:

Sie haben viele Konsolen und Spiele veröffentlicht, aber es gibt immer ein großes Risiko, welches dabei ist.

Furukawa: Wir sind in der Entertainment-Industrie unterwegs; es gibt nicht viel, was wir gegen diese Risiken unternehmen können. Unsere Leitsätze an die wir uns halten sind, den Kunden auf der ganzen Welt innovative und einzigartige Wege aufzuzeigen, wie man Spiele spielen kann.

Ich möchte nicht, dass unsere Entwickler sich Gedanken darüber machen, was wäre, wenn sie versagen. Meine wichtigste Rolle ist es, eine Umgebung zu schaffen, in der sie ihre eigenen Fähigkeiten demonstrieren können. Ich selbst bin kein guter Entwickler, also überlasse ich die Entwicklungen den Leuten, die entscheiden können was ein gutes Spiel ist und was nicht.

Sie halten sich da komplett raus?

Furukawa: Ich denke, alles anderen zu überlassen wäre fahrlässig. Ich erübrige eine Menge Zeit dafür sicherzugehen, dass die Leute, die ich auswähle und ich ein gegenseitiges Verständnis der Themen haben.In Sicht auf Entscheidungen wie wir unsere Technologien verbessern können und in welche Richtung Nintendo gehen könnte, verlasse ich mich bei meinen endgültigen Entscheidungen auf die Ansichten der Entwicklungs-Leiter.

Ich denke nicht, dass es eine gute Idee ist, ihnen komplette Freiheit zu geben. Ich möchte eher eine Balance aus Freiheiten und Disziplin.

Steckten Sie bereits in einem „Innovations-Dilemma“ in dem die bisherigen Erfolge bereits so groß waren, dass es unmöglich ist, neue Innovationen zu entwickeln? 

Furukawa: Wir sind nicht auf unsere Konsolen fixiert. Im Moment bieten wie die einmalige Nintendo Switch und ihre Software an – und dies ist die Basis dafür, wie wir die „Nintendo Erfahrung“ weitergeben wollen. Das heißt auch, dass Technologien sich ändern. Wir werden weiterhin flexibel darüber nachdenken, wie wir diese Erfahrung transportieren wollen, wenn die Zeit reif ist.

Vor über 30 Jahren hat Nintendo damit begonnen, Konsolen herzustellen. Die Geschichte von Nintendo reicht aber noch viel weiter zurück und trotz all der Probleme, denen sie sich gegenüber sahen war ihre einzige Frage, was sie als nächstes tun werden. Auf lange Sicht könnte unser Geschäftsbereich von den Konsolen weggehen – Flexibilität ist genauso wichtig wie Einfallsreichtum.

Denken Sie, dass sich die Fluktuationen in der Geschäftsentwicklung so weiter entwickeln werden?

Furukawa: Ich denke über kleine Möglichkeiten nach, wie wir diese Art von Instabilität reduzieren können. Ich möchte die (Anzahl der) Spiele auf Smartphones mit einem kontinuierlichen Umsatz erhöhen. Wir beschäftigen uns auch mit Themenparks und Filmen – verschiedene Möglichkeiten, unsere Charaktere in den Alltag zu integrieren. Ich erwarte eine starke Synergie wie diese.

Quelle: nintendoeverything

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Roland

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